Wenn ich beim Schreiben bin, stör mich nicht.
Ich ignorier Dich, nein ich hör Dich nicht. Bitte betör mich nicht
mit Reizen, die mich reizen, die Faust zu ballen
und den Mittelfinger abzuspreitzen. Das gilt Euch allen.
Denn auch, wenn Ihr’s nicht versteht. Das hier ist Arbeit.
Auch wenn es Spaß macht. Wort ist Wahrheit.
Und ich hab keine Lust, wie die andern zu erklär’n was längst klar ist,
was ich mach, wieso ich’s mach. Ich hoff Du weißt wieso Du da bist.
Ich mach’s nicht für die Props oder ein Schulterklopfen,
nicht für Kohle, die nur reicht um Löcher zu stopfen,
nicht für Groupies, die nur den Rapper in mir sehen und wollen
oder Jungs, die abgeh’n, kein Wort verstehen, rumtollen und toben.
Unüberlegt lobe, was ich nie gesagt hab.
Mir Antworten geben auf Dinge, die ich nie gefragt hab.
Und alle wissen schon, was ich meine - Verstehn mich.
Sehn das Ganze genauso - oder so ähnlich.
Sehn mich als das, was ich nicht bin - Deine
Probleme interessiern mich nicht, denn ich hab meine.
Weiß nicht, ob diese Lied was für Dich ändert. Für mich tut es das.
Find erleichterung, wenn ich mein Herz über den Stift
auf das Papier bluten laß, die ganze Wut entlaß.
Entladung getragen von komplexen Beats und dem guten Bass.

(Chorus)
Wenn ich beim Schreiben bin.
"When I’m writing, I’m trapped in between the lines"
Wenn ich beim Schreiben bin.
"Got’s to get some Lyrics off my chest - Let me run one"

Wenn ich beim Schreiben bin, frag mich nicht wen ich Damit mein’,
denn es könnt sein, daß Du es bist. Ich mag Dich nicht, also frag mich nicht,
wenn Du die Antwort nicht erträgst,
wenn Du Kritik an Dir nicht einmal erwägst.
Dann tanz auf den Groove. Dann hör auf die Styles und den Flow
und es ist mir egal ob Du denkst, daß ganze hier wär nur ’ne Show.
Hol Dir danach ein Autogramm, doch hier wollt ich nie stehn’.
Kann sie noch sehn’. Ideale und Ideen.
Steh im Zweispalt, zwischen sagen wollen ohne zu erklären,
hinterfragen wollen ohne zu verklären.
Also Dilemma. Frag mich: "Was wäre wenn?"
Doch das hilft mir auch nich aus der Misere, denn
nun steh ich hier am Mikrophon.
Bleib abstrakt ist gleich 90 Prozent Fehlinterpretation.
Dasselbe mit der Musik. Entweder bist Du Pop
oder unterbezahlter Untergrundkünstler - STOP
Was wäre, wenn dazwischen, also in der Mitte,
eine kleine Möglichkeit bestehen würde seine Schritte
auszuführen, wenn auch wie auf einem Drahtseil
und grad weil das Ganze ziemlich schwierig klingt
mach ich’s zum Teil meines Plans.
Teil meines Wahns und ich hör Stimmen in meinem Kopf, die sagen:
"Hör auf gegen den Strom zu schwimmen"
Doch selbst, wenn es zu versuchen, bedeutet zu versagen
hör ich zuviele Leute, die’s nicht versuchen und sich trotzdem beklagen.

(Chorus)

Wenn ich beim Schreiben bin, glänz ich durch Eigensinn
doch mein Motto ist, am Boden zu bleiben, weil ich bescheiden bin.
Feile an ’ner Zeile bis sie passt und bastel
passenden Beats dazu. Superhardcore, weil ich kein Süßholz raspel,
denn ich sag Euch was ich denk. Bin enttäuscht,
weil für viele sind Texte nicht Inhalt, sondern nur Geräusch.
Ich hör nur: "Mach den Beat Fett, Fetter" - Rapper reden über das Wetter.
Lyrix werden seichter und leichter als Letta.
Ein haufen netter Leute nickt dazu. Ich kick dazu Reime
und bin froh, wenn wenigstens einer versteht was ich meine.
Denn - Nein - wenn ich beim Schreiben bin, dann nehm ich keine Drogen
und - Nein - wenn es persönlich wird, dann ist es nicht gelogen
und - Ja - ich haß es, mich zu wiederholen - tu es dennoch
Nein - gesampelt ist für mich nicht gleich gestohlen - Ich schwöre, wenn noch
einer mich fragt, was ich eigentlich will, dann seh ich rot
und werde grün. Hat jemand Lust, sich die Finger zu verbrühn?
Bin am Glüh’n. Feuer und Flamme. Es bleibt nur Asche.
Doch das ist mei Leben - und nicht meine Masche.
Kein Image für ’ne volle Tasche, denn auch wenn ich auf der Bühne steh